Keine Frage: Die vergangenen Wochen waren für uns alle außergewöhnlich. Die Corona-Krise hat uns an unsere Grenzen geführt. Zwischenmenschlich, beruflich, emotional.

Doch diese Krise kann auch eine große Chance sein. Die Krise „macht was“ mit den Menschen. Das haben mir viele Gespräche in den vergangenen Wochen gezeigt. Durch die erzwungene Ruhe haben wir ausreichend Zeit zum Nachdenken. Wir reflektieren, was für ein Leben wir führen, wie viel Stress wir teilweise haben, dass wir nie richtig zum Durchatmen kommen, weil wir beispielsweise permanent unterwegs sind. Und genau das wollen viele von uns demnächst anders machen, denn es ist oftmals nicht das Leben gewesen, das wir gerne geführt haben, sondern das Leben, das irgendwann zu dem geworden ist, was wir eigentlich nie wollten.

Jetzt gibt es seit einiger Zeit ein paar Lockerungen in der Corona-Krise. Der Alltag fängt langsam wieder an. Ich finde, dass das jetzt ein idealer Zeitpunkt ist, um dem Leben neue Impulse und neue Prioritäten zu geben.

Einige kennen dieses Phänomen aus der Zeit nach einer überstandenen schweren Krankheit. In dieser Phase hinterfrage ich mein bisheriges Leben, frage mich, was ich anders machen möchte als vor der Krankheit und was mir wirklich wichtig im Leben ist. Ich lerne „nein“ zu sagen, mich vor allem mit den Menschen und Dingen zu umgeben, die mir guttun.

Zeit, darüber nachzudenken, haben wir im Moment. Vielleicht können diese Fragen ein Einstieg sein:

Was möchte ich auf gar keinen Fall mehr so handhaben wie vorher?

Was möchte ich auf jeden Fall in meinem neuen Leben haben?

Nutzen wir diese Zeit, um aus dem Hamsterrad auszusteigen.

Das Coronavirus ist allgegenwärtig. In diesen Tagen beherrscht es unser Leben. Viele Menschen haben im Moment Angst. Angst vor der Zukunft. Gesundheitlich, beruflich, finanziell.

Wie gehe ich mit diesen Ängsten am besten um?

Das Wichtigste, was einer Angst entgegenwirkt, ist Vertrauen: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Krisen zu überstehen. Vertrauen darauf, dass es besser wird. Und auch Vertrauen darauf, dass die Einschätzungen von Fachleuten (wie beispielsweise den Virologen) sinnvoll und richtig sind.

Als ich ein Kind war, hatte ich - wie viele andere auch - nachts manchmal Angst vor bösen Geistern, die unter dem Bett oder im Schrank lauern könnten. Eines Tages wurde mir jedoch eines klar: Wenn es böse Geister gibt, muss es wohl auch gute Geister geben! Immer, wenn ich danach Angst hatte, stellte ich mir die guten Geister an meiner Seite vor, die auf mich aufpassen und mich beschützen. Selbst als Erwachsene hilft mir diese Vorstellung manchmal noch... :-)

Wenn ich merke, dass mich der „Virusblues“ ereilt, besinne ich mich ganz bewusst auf etwas Positives. Ich denke darüber nach, warum es gut ist, zu Hause zu bleiben und wie ich nun die Zeit für mich am besten nutzen kann.

Als ich gestern mit meinem Hund spazieren ging, sah ich in meiner Nachbarschaft einen Vater, der im Garten mit seinen beiden Kindern ein Feuer machte. Alle hatten Spaß! Das war sehr schön zu beobachten...

Bild: Clara Schüller

Die Karnevalstage sind vorbei, der Alltag hat uns wieder. Viele haben in den vergangenen Tagen gefeiert, andere sind auf Tauchstation gegangen und haben die jecken Tage als Ruheoase genutzt. Jetzt folgt also die Fastenzeit und manche nehmen sich vor, bewusst auf Dinge zu verzichten: zum Beispiel auf Alkohol, Süßigkeiten oder Fernsehen.

Doch wie wäre es, wenn wir statt weniger einfach mal mehr machen? Wenn wir wieder Dingen Platz einräumen, die in letzter Zeit zu kurz gekommen sind?

Das können solche Sachen sein, wie zum Beispiel einfach mal jeden Tag innehalten und sich bewusst eine Stunde Zeit für sich selbst nehmen: für eine Meditation, ein entspannendes Bad oder einen lieben Menschen.

Oder sich einfach mal bei jemandem melden, den man schon lange anrufen wollte? Oder eine Sache tun, die seit langem auf der persönlichen „To-Do-Liste“ steht?

Relativ einfach umzusetzen ist aber auch, bewusst alle negativen Gedanken zu verbannen und zu versuchen, positiv und mit einem Lächeln durch den Tag zu gehen :-).

Fastenzeit geht auch mal anders. Ohne Zwänge und Einschränkungen. Sondern mit neuen Perspektiven und viel Luft nach oben...

Foto: Caju Gomes/ Unsplash.com

Wenn ich mich so umsehe, dann scheint gerade die Zeit des großen Entrümpelns gekommen zu sein. Es ist wirklich erstaunlich, was man alles im Laufe der Zeit horten kann: Klamotten, die man eigentlich schon lange nicht mehr trägt, Möbel die im Keller lagern, weil sie zu schade für den Sperrmüll sind... Die Liste könnte ich jetzt endlos weiterführen. Klar, Entrümpeln befreit, macht Platz für Neues, Frisches, steht für eine Art Neuanfang, wenn auch nur im Kleinen.

Wie wäre es denn, wenn wir auch unsere Seele „entrümpeln“?

Wenn wir versuchen, emotionalen Ballast loszuwerden, tun wir uns schwer. Dabei wäre das tatsächlich auch sehr befreiend. Ein Problem, das wir schon lange lösen wollen, angehen. Ein Gespräch führen, so wie wir es schon lange vorhatten. Gewohnheiten und Prinzipien überdenken, die unser Leben bestimmen, die aber eventuell keinen Sinn mehr machen.

Die Lösung liegt in uns selbst. Ein erster Schritt könnte zum Beispiel sein, die Dinge, die stören und uns blockieren, aufzuschreiben, sie zu benennen und sie offen auszusprechen.

Im Leben aufzuräumen, die Seele von Ballast befreien, das ist ein Neuanfang, der sich wirklich lohnt. Das ist eine Chance, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Denn dieser seelische Ballast frisst Energie. Energie, die man wunderbar für andere Dinge nutzen kann...

„Wir bringen unseren Kindern bei, dass sie nicht alles haben können in ihrem Leben. Wir Erwachsene denken aber, dass wir alles haben und erreichen müssen.“

Diese beiden Sätze, die ich vor kurzem gelesen haben, haben mich sehr beschäftigt. Denn es geht um unsere Erwartungshaltung. Gerade jetzt, wo ein neues Jahr begonnen hat: mit neuen Wünschen, neuen Zielen und neuen Erwartungen.

Warum sind wir so gnadenlos mit uns selbst?

Für viele von uns ist der Alltag gespickt mit Terminen. Oft hetzen wir durch den Tag. Der Stress sitzt uns als ständiger Begleiter im Nacken. Das geht solange gut, bis der Körper nicht mehr kann.

Erwartungen haben wir an uns selbst, aber wir versuchen sehr oft vor allem die Erwartungen anderer zu erfüllen. Und das kann auf Dauer nicht gut gehen. Denn wir verlieren vor allem uns selbst aus den Augen. Also sollten wir an unseren eigenen Erwartungen arbeiten. Wir werden die Menschen nicht ändern können, die es in unserem Leben gibt. Aber wir können ändern, wie wir damit umgehen. In kleinen Schritten einfach mal Überraschungen hinnehmen, Wendungen zulassen, Niederlagen akzeptieren.

Denn nicht alles im Leben ist planbar. Vieles passiert einfach.

Foto: Ryan Johnston/ Unsplash.com

Am 4. Januar wird weltweit der "Tag der Hypnose" gefeiert. Ziel ist es, über die uralte Heilmethode der Hypnose aufzuklären.

Was ist so faszinierend an Hypnose?

Mich fasziniert an Hypnose, dass wir sowohl unsere bewussten als auch unsere unbewussten Strukturen nutzen, um möglichst effektiv Veränderung herbeizuführen. Denn wir kennen es doch alle, dass wir auf bewusster Ebene Dinge verstehen und verändern möchten, doch die Umsetzung will nicht so recht klappen. Wenn wir unsere unbewussten Anteile zur Hilfe nehmen, wird es in jedem Fall leichter.

Muss man dafür besonders tief in Trance sein?

Nein, es gibt Studien, die zeigen, dass es nicht unbedingt nötig ist, einen besonders tiefen Trancezustand haben zu müssen. Denn unser Unbewusstes ist ja immer dabei, egal, was wir gerade tun. Auch hier wieder ein Beispiel aus dem ganz normalen Alltag. Wir alle kennen Sätze, die hypnotische Wirkung hatten in unserem Leben. Vielleicht war es der Mathelehrer, der irgendwann einmal sagte, man werde eben nie gut in Mathe sein. Oder aber der strenge Chef, der beiläufig erwähnte, dass man es nie zu irgendetwas bringen werde.

Kann man sich auch selbst hypnotisieren?

Natürlich geht das! Man kann Selbsthypnose lernen und viele Dinge für sich in neue Bahnen lenken. Allerdings nicht unbegrenzt. Es ist ein bisschen so, wie sich selbst erschrecken, das geht ja auch nicht. Was auf jeden Fall hilfreich und sogar sehr wichtig ist: Nach einer Hypnose sollte man mithilfe der Selbsthypnose weitermachen, damit die angestrebte Veränderung dauerhaft bleibt.

Fragen zur Hypnose beantworte ich gerne!

... und das schon vor Weihnachten. Ich habe das Gefühl, als würden die Wochen vor Heiligabend im Schnelldurchlauf an uns vorbeirasen. Alle Menschen, mit denen ich zur Zeit spreche, sind gehetzt und genervt.

Wir pfeifen sprichwörtlich aus dem letzten Loch.

Aber warum ist das so? Warum empfinden wir die eigentlich doch besinnliche Adventszeit als so hektisch und stressig? Wie schaffen wir es, nicht mehr allem hinterherzujagen, nicht mehr alles mitzumachen und nicht mehr überall dabei zu sein?

Zuallererst sollten wir unsere Prioritäten überdenken. Was muss unbedingt jetzt gemacht werden und was könnte auch noch später erledigt werden? Welche Termine und welche Menschen sind mir wirklich wichtig? Um das herauszufinden, reicht es oft schon, auf seinen Körper bzw. seinen Bauch zu hören. Macht mir der Gedanke ein gutes Körpergefühl oder fühle ich mich dabei unwohl?

In der Fachsprache nennen wir so etwas „somatische Marker“. Treffen wir unsere Entscheidungen im Einklang mit unserem Körpergefühl, dann nehmen wir unser intuitives Körperwissen sozusagen als Kompass. Somit sind wir auf dem richtigen Weg und können ein gutes inneres Stimmigkeitsgefühl erzielen. Das nennen wir „psychische Gesundheit“.

Also einfach mal häufiger auf sein Bauchgefühl hören... Dann kommen wir entspannter durch die Vorweihnachtszeit.

Foto: JESHOOTS.COM/ Unsplash.com

Ja!

Neulich sprach ich mit einer Frau, die mir sagte, dass sie noch etwas ändern würde, wenn sie jünger wäre. Jetzt ginge das aber nicht mehr. Sie sei einfach zu alt.

Aber das ist falsch.

Unser Gehirn lässt sich lebenslang verändern. Der amerikanische Psychologe Donald O. Hebb hat das schon vor 70 Jahren untersucht. Zellen, die miteinander „feuern“, vernetzen sich. Sind sie ausreichend lange aktiv, folgt ein Wachstums- bzw. Lernprozess. Einfacher ausgedrückt: Wenn ich ausreichend motiviert bin und möglichst positiv an eine Sache herangehe, fällt mir Lernen in jedem Alter leicht. Der alte Spruch „ Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ trifft nicht zu. Wenn ich mich also mit 70 in einen feurigen Italiener verliebe, bin ich motiviert genug, um spielend leicht Italienisch zu lernen ;-).

Foto: Jack Cohen / Unsplash.com

Heute möchte ich von einer Frau aus meiner Praxis berichten, die unter der Angst litt, Autobahn zu fahren. Grundsätzlich war das Autofahren kein Problem für sie, nur der bloße Gedanke an das Fahren auf einer Autobahn löste Stress bei ihr aus.

Sie erzählte mir von ihrer ausgeprägten Angst, auf eine(r) Autobahn zu fahren. Das schnelle Fahren, das mögliche Gedrängtwerden von anderen Autofahrern, der Druck, sich schnell entscheiden zu müssen, zum Beispiel beim Wechsel auf eine andere Autobahn und kaum Möglichkeiten anzuhalten: All das war so schlimm, dass sie jedes Mal, bevor sie wusste, dass es auf die Autobahn ging, extrem nervös wurde und auf die Toilette musste und zwar vor der Auffahrt und an jeder Raststätte.

Wir haben mit Hypnosetherapie daran gearbeitet und sie hat bei mir Selbsthypnose gelernt. So konnten wir die Angst vor Autobahnen nach kurzer Zeit auflösen. Mittlerweile kann sie wieder entspannt in ihre alte Heimat - in die neuen Bundesländer - fahren.

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